DARM

Wie geht’s der Verdauung?

Leaky Gut

Kommt aus dem Englischen und bedeutet: durchlässiger Darm. Bei dieser Erkrankung ist die Schutzfunktion der Darmschleimhaut gegen Krankheitserreger und Toxine gestört. Die Schleimhautbarriere, Tight Junctions, wird durchlässig. Stoffe aus dem Darmlumen geraten in den Blutkreislauf und bekommen Kontakt mit den Lymphgefäßen. Das Immunsystem reagiert mit Entzündungen und allergischen Prozessen. 


SIBO Dünndarm-Fehlbesiedelung 

Bei SIBO sind im Dünndarm Bakterien vorzufinden, die bei gesunden Menschen nicht oder nur kaum vorhanden sind. Die Diagnose SIBO/ Dünndarmfehlbesiedlung bedeutet, dass die Zahl der vorhandenen Bakterien im Dünndarm um mehr als das 100-fache erhöht ist. Das geschieht unter anderem, wenn es den Bakterien aus dem Dickdarm durch bestimmte Umstände gelingt in den Dünndarm vorzudringen. 

Symptome wie Bauchschmerzen, ein Blähbauch, Durchfall, aber auch Verstopfung, Depressionen, Brainfog/ Benommenheit und ein schlechtes Hautbild sind Hinweise auf SIBO-Bakterien im Dünndarm.

Unser Dünndarm ist, im Vergleich zum Dickdarm, sehr bakterienarm. Eine Hauptursache für Sibo ist die gestörte Darmbeweglichkeit. Dünn- und Dickdarm sind von Natur aus durch eine Klappe voneinander getrennt. Bei vermehrter Gasbildung im Dickdarm, kann durch den hohen Druck die sogenannte Ileozäkalklappe, das ist die Grenze zwischen Dick-und Dünndarm, geöffnet werden und Bakterien können vom Dickdarm in den Dünndarm vordringen.

Der Darm reinigt sich beim Gesunden Menschen mehrmals am Tag durch Reinigungswellen, jedoch besonders oft in der Nacht. Dies geschieht durch eine abwärts gerichtete Kontraktion des Darmschlauches (Peristaltik). Dabei wird der Verdauungsbrei weiterbewegt und die Darmwand gereinigt. Auch Bakterien können bei der "Reinigungswelle" vom unteren Dünndarm wieder zurück in den Dickdarm „zurück geschoben“ werden. Fehlen die Reinigungswellen oder finden davon zu wenige statt, kann es den aufsteigenden Bakterien gelingen den Dünndarm zu kolonisieren. 


Zusammenfassung möglicher Symptome bei SIBO:

  • Blähungen
  • Ein aufgetriebener Bauch, möglicherweise mit Druckschmerzen
  • Bauchschmerzen, krampfartige Schmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Eine veränderte Stuhlfrequenz
  • Konzentrationsstörungen/ Brainfog
  • Müdigkeit/ Erschöpfung
  • Angststörung/ Depression
  • Übelkeit/Sodbrennen/ Oberbauchbeschwerden
  • Mundgeruch
  • Unreines Hautbild
  • Nährstoffdefizite
  • Laktoseunverträglichkeit, Glutenunverträglichkeit
  • Kopfschmerzen


Mögliche Folgen von SIBO

Resorptionsstörungen bei Fett, Proteinen, Kohlenhydraten und B12

Da die geschädigte Dünndarmschleimhaut die Mikro- und Makronährstoffe nicht mehr in vollem Umfang resorbieren kann, können die Bakterien darauf als Nahrung zugreifen, wodurch sie sich noch stärker vermehren können. Betroffene von SIBO leiden doppelt unter diesem Kreislauf, da einerseits wichtige Nährstoffe fehlen und sich andererseits die Darmflora im Dünndarm durch das Bakterienwachstum weiter verschlechtert. Ein negativer Kreislauf entsteht.


Bildung von Gas- und Fuselalkohol durch Kohlenhydrate bei SIBO

Durch die bakterielle Fermentation der Kohlenhydrate in Dünndarm entstehen Gase: Methan und Wasserstoff. Der Begriff Fermentation ist laut Lexikon durch die Bildung von Säure, Gas und Alkohol definiert. Jeder einzelne Bestandteil für sich wirkt sich reizend auf die Darmwand und dessen Schleimhaut aus. Weiterhin können Schäden an den Darmzellen (Enterozyten) zu einer sekundären Laktoseintoleranz führen, da die Laktasebildung nicht mehr in vollem Umfang stattfinden kann. Sekundär bedeutet, dass infolge der Schädigung des Darms durch SIBO die Laktoseintoleranz verursacht wurde.


Fehlverdauung von Fetten bei SIBO

Durch den bakteriellen Abbau von Gallensäure im Dünndarm wird Fett aus der Nahrung nicht mehr in vollem Umfang emulgiert. Die Emulgation von Fett ist notwendig um einen Fett-Tropfen in viele kleinere Fett-Tröpfchen zu teilen (zu emulgieren) und so die Resorption (Aufnahme) über die Darmschleimhaut zu ermöglichen. Geschieht dies nicht ausreichend, kann es zu sogenannten Fettstühlen kommen, bei denen unter Umständen der Stuhl schwimmt oder ein Fettfilm im WC sichtbar wird.


Nährstoffdefizite bei SIBO

Die direkte Verstoffwechselung von Eisen und Vitamin B12 durch die Bakterien, ist eine mögliche Ursache für einen Vitaminmangel. Wenn der Magen zusätzlich entzündet ist, verringert sich die Aufnahme von B12 im Dünndarm weiterhin. In schweren Fällen kann es dann zu einer Anämie (Blutarmut) kommen. Langfristig entstehen Folgeerkrankungen. Der Mangel von Eisen, Zink und B12 ist bereits wissenschaftlich in Studien mit Sibopatienten bestätigt worden. Es bleibt die Frage offen, welche weiteren Nährstoffdefizite sich einstellen können.


Gestörte Beweglichkeit des Darms

Ist die Bewegung (Motilität) des Darms reduziert, kann der automatisch ablaufende Reinigungsprozess nicht in vollem Umfang stattfinden. Ursachen für eine gehemmte Beweglichkeit des Darms sind Stress oder psychische Einflüsse, Krankheiten am Bewegungsapparat, vernarbtes Darmgewebe wie möglicherweise nach Operationen im Bauchraum oder Unfällen, große Blinddarm-Operationen, Schmerzen, aber auch Medikamente.

Viele Faktoren wirken auf unser vegetatives Nervensystem. Man kann sich das Vegetative Nervensystem wie ein Straßennetz im Körper vorstellen, und die wichtigste Autobahn führt direkt vom Kopf in den Bauch. Diese Autobahn ist der sogenannte Vagusnerv. Das VNS steht so in direkter Verbindung mit dem Darm und reguliert unter anderem seine Beweglichkeit. Sind wir gestresst (es gibt viele Formen von Stress), verändert sich die Tätigkeit/ Beweglichkeit des Darms und die Häufigkeit des automatisch ablaufenden Reinigungsprozesses nimmt ab.



FOS

Fructooligosaccharide (FOS) sind Ketten aus Fructosemolekülen, die durch die Verdauung nicht abgebaut, aber von Darmbakterien verstoffwechselt werden. Die FOS Ketten werden abhängig von der Länge und Zusammensetzung als Fructane (kürzere Ketten), Inuline (längere Ketten) oder Levane beschrieben. Sie sind natürliche Bestandteile von Lebensmitteln, einschließlich Getreide, Zwiebeln, Bananen, Knoblauch, Lauch und Chicorée.


FOS sind durch den menschlichen Dünndarm unverdaulich, werden durch die Darmflora im Dickdarm fermentiert, als Ballaststoffe klassifiziert und wirken präbiotisch (fördern das Wachstum von nützlichen Darm-Mikroorganismen).

Diese Darmbakterien müssen für das Metabolisieren (Verstoffwechseln) allerdings im Darm ausreichend vorhanden sein. Häufige Diäten und Hungern, Antibiotika-Einnahme sowie falsche Ernährung verursachen das Absterben dieser bestimmten Darmbakterien.


Durch die Fermentierung von nicht-absorbierten FOS können große Mengen an Gas entstehen, abhängig von der Durchlaufgeschwindigkeit der FOS durch den Darm und der Zusammensetzung der Darmflora. Die Menge und die Art der hergestellten Gase und Substanzen (einschließlich kurzkettiger Fettsäuren) und die Empfindlichkeit gegen die resultierende Darmdehnung und entstehenden chemischen Substanzen variieren stark.

Personen mit einer FOS Intoleranz leiden oft auch unter einer Fructoseunverträglichkeit.

Eine verminderte Einnahme von Fructanen und anderen Fructooligosacchariden auf individuell verträgliche Dosen führt bei den meisten Menschen zu Linderung der Symptome innerhalb von wenigen Tagen.


Im Allgemeinen enthalten viele Lebensmittel die als „gesund“ bezeichnet werden. Eine Fructoseintoleranz koexistiert oft mit Darmerkrankungen und Mikrobiom Dysbiosen, was eine gleichzeitige Verringerung der Fructose erforderlich macht. Bei einigen Patienten gibt es eine Überlappung von mehreren Unverträglichkeiten von verschiedenen Klassen schwer resorbierbaren Kohlenhydraten (FODMAPs), was eine allgemeine Reduktion bestimmter Kohlenhydrate erfordert.


Da die Lebensmittelindustrie Fructose für ihre Fertigprodukte entdeckt hat, kommt es sehr viel häufiger zu Intoleranzen und somit schmerzhaften Blähungen im Dünndarm.


Unverträglichkeiten und Intoleranzen können begleitend mit ausgewählten Probiotika behandelt werden. Sie können bei Weglassen der Reizstoffe, über einen langen Zeitraum, wieder verschwinden. Sie hängen mit den fehlenden Darmbakterien zusammen, die für diese Bestimmten Stoffwechsel-Vorgänge benötigt werden. Hat man diese Darmbakterien wieder aufgenommen und angesiedelt, kann der Stoffwechsel stattfinden und die Unverträglichkeiten sind Vergangenheit.


Gesunde Barrieren

Von Kopf bis Fuß sind wir von unserer Haut überzogen und geschützt. Die Haut ist unsere Barriere, unser Schutz vor äußeren Einflüssen. Milliarden Bakterien leben auf unserer Haut und sorgen und arbeiten an und für diesen Schutz, damit unser Muskelgewebe, unser Blutsystem und unsere Organe geschützt werden. 

Von Mund, Nase bis After, haben wir eine Öffnung, die durch den gesamten Körper mit Schleimhäuten ausgekleidet ist: unser Verdauungssystem. Dieses Verdauungssystem hat durch die Schleimhäute eine Schutzbarriere, damit wiederum unser Blutsystem, unsere Organe und unser Muskelgewebe geschützt sind. Unser Verdauungstrakt beherbergt Milliarden Lebewesen, die in uns und für uns leben, weil wir sie brauchen und weil wir ohne sie nicht überleben können. 


Wir pflegen eine symbiotische Beziehung mit unserem Mikrobiom.

Evolutiv gesehen sind wir als natürliche Wesen gestartet, die sich immer von der Natur ernährt haben, in der Natur alles finden zum Leben und Überleben. Seit Urzeiten bewegen wir uns viel und meistens draußen in der Natur, wir jagen, wir sammeln Beeren und bauen Getreide an um Hungersnöten vorzubeugen. 


Was ist inzwischen aus uns geworden?

Wir bewegen uns immer weniger, wir bereiten unsere Speisen nicht mehr selbst, unser Brot wird nicht mehr aus dem ursprünglichen vollen Korn sondern nur noch aus dem Endosperm gebacken, wir essen nicht mehr die ganze Frucht sondern gerne nur den ausgepressten Saft. Wir haben regelmäßig Hunger zwischendurch (wer ist eigentlich ursprünglich auf diese Idee gekommen?) und überall ist ein leckerer Schokoriegel zu erwerben, sogar in Kaufhäusern die gar keine Lebensmittelabteilung haben.
Das Gemüse wird auch gerne als Smoothie verspeist. So gesehen fragt man sich, wozu ist dieser verdammte Darm eigentlich zuständig, wenn ich doch alles überspringen kann und mir die Vitamine, die meine Organe brauchen, mal eben schnell in intensiver Form, als Saft/Smoothie, oder einfach eine Multikomplex-Vitamin-Mineralstoffpille einwerfen kann? 


Wenn das unsere Ernährung sein soll, dann müssen wir uns einen anderen Körper mit veränderten Funktionen bauen lassen. Unser jetziger jedenfalls kann so nicht gesund funktionieren. Für einen gesunden Stoffwechsel brauchen wir immer die ganze Frucht, mit allen ihren Ballaststoffen. Übergangene Stoffwechselstationen führen zu Schwierigkeiten. Welche das genau sind ist noch gar nicht richtig bekannt.

Was passiert mit den Enzymen aus der Mundschleimhaut, was mit den Zähnen, wenn sie nichts kauen, was mit dem Magen und der Peristaltik, wenn da keine feste sondern flüssige Nahrung kommt, die dann schnell weitertransportiert wird, anstatt 2 Stunden zu verbleiben um geknetet und enzymatisch aufbereitet zu werden. Dann gleich weiter in den Dünndarm, dem enzymatische Vorgänge aus dem Magen fehlen oder verändert sind. Woher sollen dann auch noch die Gallenblase und die Bauchspeichldrüse wissen, wieviele Botenstoffe jetzt genau gebraucht werden. Die Darmmotilität wird auch kaum gefordert um den Speisebrei (welchen Brei? Saft!) weiterzuleiten in den Dickdarm. Dort warten dann Milliarden Bakterien darauf, endlich etwas zu essen zu bekommen. Ätsch, keine Ballaststoffe, nur Vitamine und Wasser mit Hormonen, die werden dann relativ schnell in die Pfortader geleitet und Teile unseres Mikrobioms »verhungern«. Andere Teile wissen: gleich kommt eh der Schokoriegel, dann werden wir satt. :)


Ein etwas anschauliches Beispiel, wie eine Mikrobiomdysbiose entstehen könnte:

Unser Mikrobiom im Darm hat viele wichtige funktionelle Aufgaben zu erfüllen. Unsere Darmschleimhaut muss sich alle 3 Tage komplett regenerieren. Dafür haben wir Schleimhaut abbauende und Schleimhaut produzierende Bakterien. Die Schleimhaut-Reduzenten haben ihre Nahrung immer vor Ort, während die Schleimhaut-Produzenten von uns mit Ballaststoffen gefüttert werden müssen.


Im Darm werden wichtige Botenstoffe, wie Dopamin, Serotonin und Melatonin gebildet, darüber hinaus auch Vitamin K, Vitamin B1, B2, B6, B7 und B12 produziert und teilweise verstoffwechselt, mit der guten Unterstützung unserer Bakterien. Der Darm beherbergt in seinen Schleimhäuten etwa 80% unseres Immunsystems!


Eine Mikrobiom-Dysbiose hat zur Folge, dass kein gesunder Stoffwechsel im Darm stattfindet, weder die hormonelle Synthetisierung noch die Aufspaltung unserer Nährstoffe. Das Gleichgewicht ist gestört. Manche Stoffwechselprodukte werden überproduziert, andere fehlen gänzlich, die Vitaminproduktion ist gestört, Hormone, Aminosäuren und Transmitter ebenfalls. 


Wenn wir uns gut ernähren und damit ebenfalls unser Mikrobiom stärken wollen, dann kaufen wir viel Gemüse ein und kochen auch gerne selbst. Bakterien, Mineralstoffe und Vitamine sollten wir täglich über pflanzliche Nahrung aufnehmen.

Unsere moderne Form der Pflanzenzucht kann aber die notwendigen gesunden Erden, in denen sich gesunde Bakterien nur so tummeln und Mineralstoffe und Vitamine gut angereichert sind, teilweise gar nicht mehr gewährleisten.


Vieles Gemüse wächst in Gewächshäusern, ob Bio oder nicht, in einer Handvoll Erde oder gleich auf Zellulose. Es befinden sich kaum Vitamine, Bakterien und Mineralstoffe in diesem Nährboden, dafür sicherlich viel Düngemittel. Das resultiert dann in einer   Mangelversorgung. 


Wussten Sie schon, dass Kartoffeln ganz gering radioaktiv bestrahlt werden, damit sie nicht so schnell keimen? Wir wissen nur sehr wenig darüber, was alles eingesetzt wird, um Obst und Gemüse haltbar zu machen. 


Seit Jahrzehnten wird uns und unseren Kindern empfohlen Zahnpasta mit Fluorid zu benutzen. Zwar sind Fluoride nicht derart toxisch wie Fluor, sie werden dennoch als Bestandteil von Rattengift und Pestiziden eingesetzt. In ganz anderer Dosierung, klar, doch wieviele dieser Mini-Gift-Ansammlungen finden täglich ihren Weg in unseren Organismus? 


Wir haben kaum Kenntnis davon, was alles eingesetzt wird um landwirtschaftliche Erzeugnisse länger ernten zu können, ertragreichere Ernten zu beeinflussen oder Erzeugnisse haltbarer zu machen.

Wieso schimmelt der Apfel neuerdings aus dem Kern und hat von außen keine sichtbare Beschädigung? Was macht das Wachs mit uns, mit dem die Äpfel äußerlich besprüht werden?

Warum ist der Salat am nächsten Tag schon völlig welk?

Warum trennen sich die Zwiebelringe voneinander beim Schneiden?

Warum sind Tomaten nicht mehr saftig sondern nur fleischig?

Warum haben Möhren wachsige Stellen die matschig werden?

Klar, das war früher nicht so. Wir haben uns an die Veränderung unserer Landwirtschaft gewöhnt aber was sind die Folgen? Gibt es überhaupt welche?


Leaky Gut

Leaky Gut bedeutet durchlässiger Darm. Die Darmschleimhaut hat ihre Schutzbarriere verloren, ist durchlässig geworden für Nahrungsbestandteile, Hormone und Bakterien, die eigentlich im Darm verweilen sollen und dort verstoffwechselt werden.


Diese können nun aber durch die entstandenen Löcher den Darm verlassen und in unseren Blutkreislauf gelangen. Unsere Tight Junctions ("Darmschleimhaut-Türsteher") sind beschädigt und können ihre Funktion nur noch bedingt ausüben. Die austretenden Partikel können überall im Körper diffuse Entzündungen (Silent Inflammation) verursachen. Aus dem Darmtrakt in den Blutkreislauf eingedrungene Hormone beeinflussen den Hormonstatus im Blut und können z.B. das PCO Syndrom (häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter) begünstigen.


Die Darmschleimhaut mit Ihren Zotten liegt der durchbluteten, mit Lymphgefäßen und Nerven ausgestatteten Tunica Submucosa (untere Schleimhaut) auf. In den Einstülpungen (Krypten) der Darmzotten befinden sich ganz besonders empfindliche Stellen (weil Zotte an Zotte eng) die bei durchlässiger (löchriger) Darmschleimhaut rundum einen direkten Austausch zwischen Blutgefäßen, Lymphgefäßen und Darminhalt ermöglichen (kann man in dem Bild unten sehr gut erkennen).

Dieses hat zur Folge, dass ungewollte und unkontrollierte chemische Prozesse stattfinden. Eine gesunde Darm-Schleimhaut hat die Aufgabe das zu verhindern.


Auf einen solchen "Leaky-Gut" Stoffwechsel ist unser Organismus natürlich nicht vorbereitet und reagiert mit Entzündungen. Gehäufte Zustände dieser Art könnten Auto-Immun-Reaktion zur Folge haben. Durch den direkten Kontakt zwischen unseren Immunzellen, dem Darminhalt und unseren Blutgefäßen könnten sich veränderte chemische Reaktionen ergeben die unsere Immunzellen dazu stimulieren unser eigenes Körpergewebe anzugreifen.



Leaky Gut
Leaky Gut

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